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Presseberichte

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Abschlussveranstaltung des Interreg-Projektes Certi-Bio-Rhin

11. Juni 2015 : Positive Bilanz des Interreg-Projekts „Certi-Bio-Rhin“ bei Abschlussveranstaltung in Colmar

Projektpartner wollen geschaffenes Netzwerk zum Thema Bildung in der ökologischen Lanbewirtschaftung weiter nutzen

Rund zweieinhalb Jahre nach dem Start haben die Projektpartner eine positive Bilanz des grenzüberschreitenden Projekts „Certi-Bio-Rhin“ gezogen. Bei der Abschlussveranstaltung stellten die deutschen, französischen und schweizer Projektpartner in Colmar die Ergebnisse des Projektes vor  und bilanzierten die erfolgreiche  Zusammenarbeit im Rahmen des „INTERREG IV“-A-Projekts gemeinsam.

Ziel war es, ein strukturiertes grenzüberschreitendes Netzwerk im Bereich der Bildung zur ökologischen Landbewirtschaftung mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau zu knüpfen. Dabei war es eine wichtige Motivation aller Projektpartner, die Qualität der Ausbildung zu verbessern und die grenzüberschreitende Mobilität der Schüler,Lehrer und Praktiker zu fördern.

Der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde hatte die Intention des Projekts bei der Auftaktveranstaltung im September 2013 so umschrieben: „Der ökologische Landbau ist eine Landwirtschaft der Zukunft, die wir im Projekt Certi-Bio-Rhin länderübergreifend gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Schweiz voranbringen wollen.“ Das Land Baden-Württemberg hat für das Projekt 80.000 Euro  bereit gestellt.

Bei der Abschlussveranstaltung im Campus Biopole der Universität des Hoch-Elsasses in Colmar gab es umfangreiche Erfahrungsberichte und Interviews aus Sicht von Beteiligten und Teilnehmern.

Neben dem Regierungspräsidium Freiburg waren unter anderem auch das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Rheinland-Pfalz, die französische Regionaldirektion für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft mit den angeschlossenen landwirtschaftlichen Schulen der Departements Haut-Rhin und Bas-Rhin sowie  Schweizer Verbände und Bildungszentren im Bereich des ökologischen Landbaus am Oberrhein am Projekt beteiligt. . Ein weiteres wichtiges Thema war die Frage, wie die Ergebnisse des Projekts künftig nachhaltig genutzt werden können und welche Perspektiven es für die Zusammenarbeit in Zukunft gibt.

Welche konkreten Maßnahmen hat „Certi-Bio-Rhin“ auf den Weg gebracht?

1. Analyse und Abgleich der Aus- und Weiterbildungsstrukture

2.  Harmonisierung von Bildungsinhalten unter Anwendung europäischer Standard

3. Angleichung und Neuentwicklung von zweisprachigen Bildungsmaterialien

4. Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität

5. Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit mit dem Schwerpunkt Bildung zur ökologischen Landbewirtschaftung

Zunächst  wurden im Rahmen des Projektes Certi-Bio-Rhin die verschiedenen Ausbildungsgänge verglichen und dargestellt und der Austausch von Lehrmaterial und -methoden forciert. Hierfür wurde im Rahmen des Projekts für die Projektpartner eine interne Arbeitsplattform auf OLAT eingerichtet, die anhand ihres strukturierten Aufbaus den schnellen und zielgerichteten Zugriff auf zahlreiche Informationsmaterialien und Unterrichtshilfen für die drei Teilbereiche Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau erlaubt. Hiermit wurde der Grundstein für die  langfristige Kommunikation im Netzwerk vor allem zwischen den  Bildungseinrichtungen gelegt.

Im weiteren Verlauf des Projektes konnten aufgrund der guten Zusammenarbeit verschiedene Lehrmaterialien neu entwickelt werden. So entstanden ein pädagogischer Simulationsbetrieb, ein interaktives, internetbasiertes  Online-Quiz sowie das Lernspiel „Memory“. Sie dienen dazu das Interesse für den Ökologischen Landbau und nachhaltige Landbausysteme zu wecken sowie Fach- und Problemlösekompetenzen der Schüler im Ökolandbau zu fördern.

Die in unterschiedlichen Konstellationen geförderten, grenzüberschreitenden Betriebsbesuche und Austausche von Schüler/innen und Lehrer/innen stießen auf ein rundum positives Feedback und wurden als Möglichkeit zur Horizonterweiterung sehr geschätzt.  Gerade die im Rahmen von Hospitationen gewonnenen Erkenntnisse fließen in den Unterricht ein.

Zusätzlich wurden in Kooperation mit dem französischen Fonds für die Ausbilderversicherung in der Landwirtschaft grenzüberschreitende Fortbildungen mit fachspezifischen, ökologischen Themen für Praktiker, Berater und Ausbilder, konzipiert und mit Erfolg durchgeführt.

Bei allen Aktivitäten im Rahmen des Projektes Certi-Bio-Rhin wurde stets besonderen Wert auf Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch der Beteiligten gelegt. Durch die begleitende Öffentlichkeitsarbeit konnte das Netzwerk stetig ausgebaut werden. 

Die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes hat verdeutlicht, dass das Thema der ökologischen Erzeugung von Lebensmitteln in der Bildung in allen am Projekt beteiligten Regionen weiter an Bedeutung gewinnt und ausgebaut werden soll.

Der Abteilungspräsident Landwirtschaft des Regierungspräsidiums Freiburg, Dieter Blaeß legt aus diesem Grund besonderen Wert auf das entstandene grenzüberschreitende Netzwerk, welches auch in Zukunft nachhaltig genutzt werden wird: „ Das Thema nachhaltige, ökologische Landwirtschaft wird auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema bleiben. Nur wenn wir das Thema langfristig und sinnvoll in der Bildung verankern, kann die Umsetzung in den Betrieben der Zukunft gesichert werden.“

Es ist gemeinsamer Wille aller Projektpartner, dass die im Rahmen des Projektes begonnen Aktivitäten fortgeführt werden.    

 

 

 

 

"Agriculture de demain" am 4. und 5. Juni 2014 in Rouffach

 

                      

Am 4. und 5. Juin 2014 fand die Veranstaltung "Agriculture de demain" auf dem Hof "Judenmatt" des Lycée Agricole in Rouffach statt.

Auf der Messe rund um die Landwirtschaft wurde das Projekt Certi-Bio-Rhin im Festzelt einer Vielzahl von interessierten Jugendlichen vorgestellt.

Zusätzlich wurde das Projekt auf einem Stand präsentiert.

 

Initiates file download"Landwirtschaft von Morgen" vom 4. und 5. Juni 2014 in Rouffach 

 

 

 

 

 

Treffen der Projektgruppe am 3. Februar 2014 in Rouffach

 

                          

So wie am Anfang des Projektes trafen sich die Teilnehmer an die Arbeitsgruppen ökologischer Weinbau, ökologischer Gartenbau und ökologische Landwirtschaft  sowie die Mitglieder des Steuerungsausschusses am 6. Februar 2014 im CFPPA Rouffach.

 Im Mittelpunkt dieses grenzüberschreitenden Treffens wurden heftige Austausche um die laufenden Maßnahmen sowie Überlegungen um neue Ideen und Strategien für die Entwicklung des Projektes geführt.

 

 

 

 

Start des INTERREG-Projektes Certi-Bio-Rhin

 Verbraucherminister Alexander Bonde: „Wir wollen gemeinsam und länderübergreifend den Ökolandbau als eine Landwirtschaft der Zukunft vorantreiben“

 

 

04. September 2013: Baden-Württemberg startet gemeinsames Projekt mit Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Schweiz

 

 

„Der ökologische Landbau ist eine Landwirtschaft der Zukunft, die wir im Projekt Certi-Bio-Rhin länderübergreifend gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Schweiz voranbringen wollen“, sagte der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde anlässlich der Auftaktveranstaltung des INTERREG-Projektes Certi-Bio-Rhin am Mittwoch (4. September) in Freiburg. Projektpartner des von der Europäischen Union kofinanzierten Projektes kommen aus Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Schweiz. Baden-Württemberg fördert das Projekt mit insgesamt 164.000 Euro in den Jahren 2013 bis Juli 2015.

„Die aktuelle Situation im ökologischen Landbau ist dadurch gekennzeichnet, dass sich der Umsatz an Bio-Produkten zwar auf erfreulich hohem Niveau befindet, die Nachfrage aber nur mit Hilfe von Importen gedeckt werden kann“, betonte Bonde. Um dem entgegen zu wirken, habe die Landesregierung bereits im Januar 2012 den Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen. „Darin fördern wir den ökologischen Landbau mit zahlreichen Maßnahmen, Aktionen und Projekten von der Produktion über die Vermarktung bis hin zur Beratung und Bildung. Wir wollen Landwirtinnen und Landwirte, die die Marktchance im Biobereich ergreifen möchten, unterstützen“, so der Minister weiter. Da Investitionen in die Köpfe auch immer Investitionen in die Zukunft seien, liege ein wesentlicher Schwerpunkt im Bereich der Bildung rund um den ökologischen Landbau. Bonde: „Wir brauchen gut ausgebildete, flexible und engagierte Fachkräfte, die den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg weiter voranbringen.“

 

Certi-Bio-Rhin: Grenzüberschreitendes Engagement für Öko-Landbau

Dass sich die Oberrhein-Region im Projekt Certi-Bio-Rhin besonders dem Thema Bildung im ökologischen Landbau annimmt, sei ein wichtiges Signal, sagte der Minister. So habe das Projekt zum Ziel, gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, der Schweiz und Rheinland-Pfalz die Aus-, Fort- und Weiterbildung im ökologischen Landbau in der Region Oberrhein länderübergreifend weiterzuentwickeln, zu harmonisieren, zu vernetzen und die grenzüberschreitende Mobilität der Fachkräfte zu fördern. Dabei sollten auch zweisprachige Bildungsprogramme entwickelt sowie gemeinsame Weiterbildungsmöglichkeiten für Ausbilder, Lehrer oder Schüler der jeweiligen Nachbarländer in grenzüberschreitenden Lehrgängen angeboten werden. Mit Blick auf die Landwirtschaft sowie den Garten- und Weinbau richte sich das Projekt vorrangig an Interessierte, die derzeit oder zukünftig in einem landwirtschaftlichen Unternehmen tätig sind. „Damit setzt das Projekt Certi-Bio-Rhin neben dem auf Baden-Württemberg fokussierten Aktionsplan der Landesregierung länderübergreifend wichtige und notwendige Impulse für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus“, so Verbraucherminister Bonde abschließend.

Eine gemeinsame Pflanzaktion unter Beteiligung der Projektpartner aus Frankreich, der Schweiz und Rheinland-Pfalz bildete den symbolischen offiziellen Startschuss für das Projekt.

 

Hintergrund:

·     INTERREG-Projekte haben stets zum Ziel, die Zusammenarbeit in den Grenzregionen Europas – wie hier in der Region Oberrhein – zu fördern, grenzüberschreitende Potenziale zu nutzen und grenzbedingten Hemmnissen entgegen zu wirken.

·         Das Projekt Certi-Bio-Rhin ist ein INTERREG IVa-Projekt, welches in der Region Oberrhein der Netzwerkbildung und Weiterentwicklung der Bildung im ökologischen Landbau zwischen den Projektpartnern aus Frankreich, Schweiz und Rheinland-Pfalz dient. Es umfasst dabei die Bereiche Landwirtschaft, Garten- und Weinbau.

 

·     Das Projekt, mit einem Gesamtumfang von 800.000 Euro, wird wie alle INTERREG-Projekte über die EU kofinanziert (Anteil 400.00 Euro). Kofinanzierende Projektpartner kommen aus Baden-Württemberg (164.000 Euro), Rheinland-Pfalz (106.000 €) und Frankreich (130.000 Euro). Zudem beteiligen sich zahlreiche Institutionen aus der Schweiz an dem Projekt.